KF Impuls Aktuell

  • KF Josefsbrief

    Josefsbrief 2021 – zum Thema Solidarität

    Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, so kurz nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg bedanken wir uns zum Fest des Heiligen Josef am 19. März für Ihr politisches und ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft und wünschen Ihnen für Ihr Handeln Gottes reichen Segen.
    In Zeiten, die geprägt sind von Coronakrise, Klimakrise, Migration, politischen Veränderungen sowie neuen digitalen Möglichkeiten, verändert sich auch das Zusammenleben von uns Menschen. Vieles, was uns bisher als normal erschien, ist jetzt ganz anders. Über manche coronabedingten Neuregelungen und Verordnungen, die Bürgerinnen und Bürger aushalten müssen, wurde kontrovers diskutiert. Und doch stellen wir fest, dass trotz allem eine große Solidarität unter den Menschen vorhanden ist. Wir sind dankbar, dass bei den Impfungen, die am meisten gefährdeten Personen den Vorzug erhalten. Dass dies von einer großen Mehrheit mitgetragen wird, ist ein sehr gutes Zeichen der Solidarität mit den verletzlichsten Personengruppen. Auch die sehr vielfältigen ehrenamtlichen Aktionen der vergangenen Jahre zeigen uns, dass das Miteinander der Gesellschaft funktioniert.
    Krisen fragen diese Solidarität an, ja fordern sie ein. Wir alle haben eine Pandemie dieses Ausmaßes noch nicht erlebt und sind in unserem politischen wie auch ehrenamtlichen Engagement gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Nur so kann Solidarität auch zukünftig die Grundlage unseres Zusammenlebens in diesem Land sein. Solidarität ist kein Selbstläufer, sie muss durch vorbildliches, auch ehrenamtliches Tun in unserer Gesellschaft tiefe Wurzeln schlagen.
    Das Kolpingwerk dankt allen Frauen und Männern für ihre Bereitschaft, für ein politisches Amt zu kandidieren. Eine gelebte Demokratie braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir bedanken uns auch bei den vielen Menschen, die in unserer Gesellschaft, in Vereinen und Verbänden auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene für Solidarität und Mitmenschlichkeit einstehen und Verantwortung übernehmen. Sie alle tragen dazu bei, dass die Solidarität als Grundpfeiler des Zusammenlebens im Alltag spürbar und erfahrbar wird.

    Der Landesverband Baden-Württemberg bedankt sich
    • für die politische und finanzielle Unterstützung der Jugendwohnheime, welche sich als Partner für Berufsschülerinnen und Berufsschüler engagieren und jungen Menschen eine gute Startmöglichkeit in das Berufsleben ermöglichen.
    • für das politische Engagement um den Schutz des arbeitsfreien Sonntages. Der Sonntag hebt sich gegenüber den Werktagen ab, weil er uns Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit gibt, die zwischenmenschlichen Beziehungen zu leben, die im Alltag oft zu kurz kommen. Für gläubige Menschen ist der Sonntag der herausgehobene Tag, um Glaubensgemeinschaft mit Gleichgesinnten zu leben.
    • für die Unterstützung der Bildungsarbeit von Verbänden, denn Bildung ist ein Schlüssel, um Solidarität in unser Generation zu leben und auch in die kommenden Generationen zu transportieren. Der Landesverband wünscht sich,
    • dass bei den unbestritten notwendigen finanziellen Staatshilfen die Ärmsten nicht vergessen werden.
    • dass die hohe Staatsverschuldung solidarisch getragen wird und nicht allein zu Lasten der jungen Generation und der Familien geht.
    • dass Aktienunternehmen, die von Coronahilfen profitiert haben, bis zu 50 Prozent der staatlichen Unterstützung zurückzahlen müssen, denn diese Gewinne wurden durch alle Steuerzahler finanziert.
    • dass bei allen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und seiner Mutanten die Sehnsucht der Menschen nach Begegnung nicht vergessen wird.
    Am Fest des Heiligen Josef, der in seiner Art tat, was dem Leben diente, wünschen wir für Ihr Arbeiten Gottes reichen Segen und danken Ihnen für Ihr Engagement für ein gutes soziales Zusammenleben in unserem Land Baden-Württemberg.
    Mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen sowie einem Treu Kolping,





              Walter Humm                                       Wolfgang Bandel
             Landespräses                                     Landesvorsitzender

    In eigener Sache

    Da in den Coronazeiten kein geregeltes Vereinsleben möglich ist, bitte ich Euch, informiert Euch auf unserer Homepage kolping-stuttgart.de unter KF Termine über Absagen und Verschiebung von Veranstaltungen in allen unseren Gruppierungen.